Lichtsetzung:
An diesem zweiten praktischen Clubabend sollte es nach der Ausleuchtung von Dingen um die klassische Umsetzung einer Lichtsetzung gehen. Und dabei zu lernen wie man mit einfachen Mitteln sogar im eigenen Wohnzimmer durchaus sehenswerte Portraits oder auch Stillleben fotografieren kann. Dazu brauchten wir einen kleinen Studioaufbau und bekamen dafür den großen Saal im Keller vom Martinusheim.
Den Workshop gestaltete unser Mitglied Fred. Er hat sich schon lange der Portraitfotografie verschrieben und ist nicht nur dank seines umfangreichen Wissens dafür prädestiniert. Auch seine über die Jahre gewachsene Ausstattung stellte er den Teilnehmern im praktischen Einsatz zur Verfügung.
Zum Auftakt brachte er in einem informativen Vortrag, den Teilnehmern die theoretischen Grundlagen der Lichtgestaltung näher. Dabei ging er ausführlich auf die Wirkung unterschiedlicher Situationen der Beleuchtung beim Portraitshooting ein. Angefangen bei weichem, diffusem Licht, das der Haut des Models schmeichelt und eine ruhige, harmonische Atmosphäre erzeugt. Bis hin zu hartem, gerichtetem Licht, das dramatische Schatten erzeugt und Konturen betont. Auch der Einfluss von Lichtrichtung und Lichtfarbe auf die Stimmung eines Portraits wurde anschaulich erklärt.



Nach dem theoretischen Teil wurde es dann besonders lebendig und die Teilnehmer durften das geduldige Model „Klaudia“ professionell in verschiedenen Lichtsituationen fotografieren.
So hatten die Teilnehmer die seltene Gelegenheit, das soeben Gelernte direkt in die Praxis umzusetzen. Ob z.B. „Rembrandt-Dreieck“, „Streiflicht“ oder „Marlene-Dietrich-Licht“ – jede besprochene Situation wurde ausprobiert, verglichen und, so gut es ging, direkt am Kameradisplay diskutiert.
Der Abend erwies sich als rundum lehrreich
Die Teilnehmer konnten in diesem Workshop ihr Wissen über die Lichtsetzung teils erheblich vertiefen und die unmittelbaren Auswirkungen verschiedener Lichtquellen und -winkel direkt am fertigen Bild sehen.
Dabei war die Stimmung keineswegs nur trocken oder gar schulmeisterlich – ganz im Gegenteil. Die praktischen Übungen gestalteten sich ausgesprochen spannend. Und dank Freds vortrefflicher Anleitung gelangen die Fotos bei den meisten Teilnehmern auch recht schnell. Dabei sorgte auch Klaudia mit ihrer herzlichen, lockeren Art bei so manch (un)glücklichem Treffer mit der Kamera für humorvolle, vergnügliche Momente in der Runde.
Am Ende vom Workshop können die Teilnehmer auf einen gelungenen Abend zurückblicken, an dem Theorie und Praxis auf harmonische Weise eine ideale Verbindung fanden. Und man darf gespannt sein was in dieser Richtung noch so alles kommt, bzw. ob und was sich daraus noch entwickelt.
